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Amadeus
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Amadeus

Ausgezeichnet mit 8 Oscars u. 4 Golden Globes 1985, u. a. für den Besten Film u. Beste Regie. USA

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Artikeldetails zu Amadeus

Untertitel Ausgezeichnet mit 8 Oscars u. 4 Golden Globes 1985, u. a. für den Besten Film u. Beste Regie. USA

Interpret F. Murray AbrahamTom HulceElizabeth BerridgeSimon CallowRoy DotriceChristine EbersoleJeffrey JonesCharles KayKenneth McmillanKenny BakerLisabeth BartlettBarbara BryneMartin CavaniRoderick CookMilan DemjanenkoPeter DiGesuRichard FrankPatrick HinesNicholas KeprosPhilip LenkowskyHerman MecklerJonathan MooreCynthia NixonBrian PettiferVincent SchiavelliDouglas SealeMiroslav SekeraCassie StewartJohn StraussKarl-Heinz TeuberRita Zohar

  • EAN5051890001627
  • Label Warner Bros.
  • Veröffentlicht20.02.2009
  • Medium Blu-ray
  • GenreDrama/Musikfilm/
  • BildformatHigh Definition (2.35:1) - 1080p
  • TonformatDeutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: MLP Lossless, Englisch: Dolby Digital 5.1,
  • KopierschutzJa

Kurzbeschreibung zu Amadeus



Regisseur Milos Forman und Produzent Saul Zaentz haben bereits 1976 mit "One Flew Over the Cuckoo's Nest" (Einer flog über das Kuckucksnest) die fünf wichtigsten Oscars abgeräumt. Das Theaterstück "Amadeus" wurde vom Autor Sir Peter Shaffer selbst für den Film bearbeitet. Die begehrten Hauptrollen übernahmen F. Murray Abraham als Antonio Salieri, der von Eifersucht geplagte Komponist des 18. Jahrhunderts, und Tom Hulce als unglückliches Opfer von Salieris Hass: Wolfgang Amadeus Mozart, das kindliche Genie, dessen Musik den Film dominiert. Der umfangreiche Soundtrack wird vom britischen Orchester Academy of St Martin in the Fields unter Leitung von Sir Neville Marriner gespielt. Marriner gründete dieses Orchester Ende der 50er-Jahre. Anders als die Bühnenversion erweitert der Film "Amadeus" die dramatische Handlung zu einem musikalisch opulenten Fest zu Ehren des unsterblichen Komponisten. Die renommierte Choreografin Twyla Tharp richtete die Ballette aus Mozarts Opern für den Film so ein, wie sie zu seiner Zeit getanzt wurden. "Amadeus" entstand fast ausschließlich in Milos Formans Heimat, der Tschechoslowakei, wobei die Szenen aus "Don Giovanni" im berühmten Prager Tyl-Theater gedreht wurden - genau dort, wo Mozart 1787 die Uraufführung dirigierte. Shaffer bezeichnet sein Stück als "Fantasia nach Tatsachen". Anlass für seine Beschäftigung mit der Komponisten-Vita waren Gerüchte, die Anfang des 19. Jahrhunderts hartnäckig tradiert wurden: Mozart sei von seinem Rivalen Salieri vergiftet worden, jenem erfolgreichen Hofkomponisten, den die Erkenntnis der eigenen Mittelmäßigkeit angesichts des göttlich inspirierten Genies Mozart in den Wahnsinn trieb. Dieser Konflikt geht jedoch weit über die persönlichen Probleme der Protagonisten hinaus: In Mozart und Salieri wird das Verhältnis des Menschen zu Gott thematisiert - nämlich die Schwierigkeit, einem Gott zu dienen, der allzu oft als irrational, willkürlich und voll spöttischer Grausamkeit erlebt wird. Es geht um den universellen Konflikt zwischen Genie und Mittelmaß; und in Mozarts tragischer Vita steht der traurige Umstand im Vordergrund, dass einem epochemachenden Künstler seine Leistung schlecht gelohnt wird: Die Gesellschaft treibt ihn in den Ruin.


Beschreibung der Redaktion zu Amadeus

In einer Novembernacht des Jahres 1823 schreit ein verwirrter alter Mann von seinem Fenster aus ein grausiges Geständnis über die Stadt Wien: "Vergib mir, Mozart, vergib deinem Mörder." Sekunden später versucht er sich das Leben zu nehmen; durch die verschneiten Straßen bringt man ihn eilends ins Krankenhaus, ein abweisendes Gemäuer, das jede Menge siecher und verzweifelter Patienten birgt. Einige Wochen später bekommt er in seinem Einzelzimmer Besuch vom Kaplan der Anstalt, Pater Vogler. Ganz offensichtlich verachtet der alte Mann den Priester, aber dennoch drängt es ihn zu beichten. Eine Nacht lang erzählt er aus seinem Leben, und seine Geschichte stellt die Handlung des Films dar.

Bei dem Alten handelt es sich um ANTONIO SALIERI, einst der berühmteste Musiker Wiens. Er stammt aus der italienischen Kleinstadt Legnago und brachte es zum Hofkomponisten KAISER JOSEPHS II., des Bruders von Marie Antoinette, der auf seine beschränkte Art ein großer Musikliebhaber war. In seinen jungen Jahren wurde Salieri nur von einem Gedanken getrieben: Gott mit seiner Musik zu dienen. Dies bekräftigte er als Knabe mit einem kirchlichen Gelöbnis, er schwor keusch zu leben, all seine Kraft einzusetzen und Gott in tiefster Demut zu dienen, falls Gott ihm seinerseits die hervorragenden Fähigkeiten eines großen Komponisten und unsterblichen Ruhm für die Durchsetzung seiner Bemühungen gewähren würde.

Zunächst scheint Salieris Wunsch gnädig angenommen zu werden. In Wien, der Stadt der Musik, steigt er schnell zum führenden Musiker auf. Doch 1781 erscheint dort ein junger Mann, der all dies in Frage stellt: WOLFGANG AMADEUS MOZART. Schon als sechsjähriges Wunderkind wurde Mozart von seinem dominanten Vater LEOPOLD durch ganz Europa geschleift, um mit seinen musikalischen Kunststücken den Adel zu unterhalten. Der inzwischen 26-Jährige ist allerdings längst kein Zirkusaffe mehr. Er hat den Ehrgeiz, sein Talent als Komponist zu beweisen. Salieri erfährt, dass Mozart mit einem Konzert im Palast des Erzbischofs von Salzburg eigene Werke vorstellen wird. Saleri lauscht - diese Nacht verändert sein Leben.

Vor Konzertbeginn schreitet der Komponist durch die Menge der festlich gekleideten Gäste und versucht zu erraten, wer von ihnen Mozart sein könnte. Plötzlich bemerkt er, wie Diener Tablette mit Torten zum Büffet tragen. Er folgt ihnen, um sich eine kleine Stärkung zu genehmigen - als Italiener kann er Süßigkeiten nicht widerstehen -, wird aber von einem kichernden Pärchen abgelenkt, das wie Kinder auf dem Fußboden herumtollt, und zwar wie recht ungezogene Kinder. Ohne selbst bemerkt zu werden, wird Salieri Zeuge eines mit drastischen Kraftausdrücken garnierten Spiels, das der kindliche Mann ungezähmt und leidenschaftlich mit seiner halbwüchsigen Gefährtin treibt. Was Salieri hört, lässt ihn vor Empörung erstarren - und verblüfft hört er plötzlich Musik aus dem Salon herüberklingen, was den Jungen aufspringen lässt: "Meine Musik!", ruft er und rennt aus dem Zimmer. Das ist Mozart? Diese alberne, anstößige Person? Schlimmer noch: Salieri hört Musik - ein Adagio aus der Bläserserenade für 13 Instrumente -, wie er sie schöner noch niemals vernommen hat. Offensichtlich hat Gott nicht ihn zum Favoriten erkoren, sondern einen gackernden, hässlichen kleinen Angeber.

In diesem Moment beginnt sich Salieris Verhältnis zu Gott abzukühlen. In den folgenden Wochen lernt er Mozart kennen, und der junge Mann beleidigt ihn immer wieder, ohne es zu wollen: Einmal setzt er sich ans Klavier und verwandelt Salieris langweiligen Willkommensmarsch in eine geniale Melodie, die später in "Die Hochzeit des Figaro" weltberühmt wurde: "Non più andrai"; später verführt er Salieris Lieblingsschülerin KATERINA CAVALIERI, die in jener Oper die Hauptrolle singt, die der gnädige Kaiser Joseph in Auftrag gegeben hat. Als Seine Majestät geruhen, Mozart eine weitere Gunst zu gewähren und ihn als Musiklehrer seiner königlichen Nichte vorzuschlagen, vereitelt Salieri diesen Auftrag.

Wolfgangs Frau CONSTANZE spricht heimlich bei Salieri vor und bittet für ihren Mann; als Beweis seiner Fähigkeiten zeigt sie ihm Manuskripte seiner Kompositionen. Salieri prüft sie genau, während Constanze wartet. Eine unglaublich reichhaltige Ansammlung unterschiedlichster Werke liegen vor Salieri - der langsame Satz aus dem Konzert für Flöte und Harfe; der letzte Satz des Konzerts für zwei Klaviere; die 29. Symphonie; das Kyrie aus der Messe in c-moll. Es ist nicht zu fassen, aber diese Originalhandschriften und Skizzen enthalten keinerlei Korrekturen: Sie wirken, als ob Mozart nach Gottes Diktat geschrieben hätte.

Salieri ist von der Lektüre völlig überwältigt. Er wird schier verrückt angesichts solcher Vollkommenheit. Mozart ist als Gottes Instrument auserwählt worden - Salieri dagegen zu ewigem Mittelmaß verdammt, trotz seines inbrünstigen Vorsatzes, Gott zu loben. Wütend und fordernd schreit er zum Himmel: "Warum weckst du in mir den Wunsch zu dienen, um mir dann das Talent vorzuenthalten? Warum vergeudest du dein göttliches Genie an Mozart, der weder ein guter noch ein keuscher Mensch ist?" Doch im leuchtenden Feuer der Kunst spielt "das Gute" keine Rolle. Und aus diesem Grund gelobt Salieri, alles in seiner Macht stehende zu tun, um Gottes fleischgewordenes Genie - Mozart - zu ruinieren.

Der Rest des Films handelt von der Umsetzung dieses Schwurs. Gnadenlos intrigiert Salieri, um Mozart zu stürzen. Als "Die Hochzeit des Figaro" uraufgeführt wird, versucht Salieri vor allem mit Hilfe der italienischen Fraktion am Hofe für einen Misserfolg zu sorgen. Es dauert nicht lange, und Mozart wird krank, versinkt in Armut.

Schließlich entdeckt der Hofkomponist eine entscheidende Charakterschwäche in seinem Opfer, die Mozart nicht nur wirtschaftlich, sondern auch körperlich und geistig zum Verhängnis wird. Mozart bekommt in Wien Besuch von seinem Vater Leopold, der die Ehe des Sohnes mit Constanze massiv ablehnt. Trotz einiger Versuche, Leopolds Aufenthalt durch Festivitäten und Maskeraden etwas fröhlicher zu gestalten, entwickelt sich der Besuch zur Katastrophe - der alte Mann verlässt Wien in tiefer Verbitterung. Kurz darauf stirbt er. Mozart ist am Boden zerstört. Während einer Aufführung der Oper "Don Giovanni" begreift Salieri, dass Mozart mit der grausigen Figur der anklagenden Statue seinen eigenen Vater auf die Bühne stellt, der Don Giovanni (= Mozart) auf der Bühne öffentlich denunziert.

Das Schuldgefühl beherrscht die Seele des Sohnes derart massiv, dass ein Feind es sehr leicht gegen ihn verwenden kann. Dabei überrascht, dass Salieri gar nicht vorhat, sein Opfer sofort zu vernichten.

Mozart ist unentrinnbar in einem Teufelskreis aus Verzweiflung, Krankheit und Trunksucht gefangen. Als der Hof sich von ihm abwendet, produziert er nun im beliebten Theater von EMANUEL SCHIKANEDER Unterhaltung für das gemeine deutsche Volk. Salieri, der ihn wie ein Getriebener verfolgt, will plötzlich, dass Mozart lebt - zumindest fürs Erste. Sein eigener Drang, unsterblich zu werden, lässt ihn einen neuen, lächerlichen Plan aushecken. Im Krieg mit seinem Schöpfer entwickelt er endlich jene Strategie, die in seinen Augen zum Erfolg führen soll. In diesem kritischen Moment seiner Beichte gesteht der alte Mann, wie er seinen Plan in die Tat umsetzte, und wie diese absurde Herausforderung göttlicher Allmacht notwendigerweise scheitern musste. Gott antwortet Salieri... auf seine Art.

System-Anforderungen von Amadeus

Blu-ray Disc Player oder PlayStation 3, HDMI-Kabel

Feature zu Amadeus

Am Wiener Hof von Kaiser Joseph II. wird man schon früh auf das Wunderkind Mozart aufmerksam. Doch die Begeisterung ist nicht ungeteilt: Dem verhärmten Hofkomponisten Salieri ist das lebensfrohe Genie ein unerträglicher Dorn im Auge. Und während Mozart zur musikalischen Sensation des Jahrhunderts aufsteigt, reift in seinem verbitterten Konkurrenten ein mörderischer Plan...

Portrait

Wolfgang Amadeus Mozart:
Wolfgang Amadeus Mozart wurde als Sohn von Leopold Mozart in Salzburg geboren. Er unternahm bereits in jungen Jahren mit seinem Vater und seiner Schwester Konzertreisen durch ganz Europa und wurde dadurch als Wunderkind berühmt. 1769 trat er in den Dienst des Erzbischofs in Salzburg ein. Ab 1781 lebte Mozart in Wien, wo er seine größten Erfolge als Opernkomponist feiern konnte.

Auszeichnung

1984 - Oscars:
- Bester Hauptdarsteller (F. Murray Abraham)
- Beste Ausstattung (Patrizia von Brandenstein, Karel Cerny)
- Beste Kostüme (Theodor Pistek)
- Beste Regie (Milos Forman)
- Bestes Make-Up (Paul LeBlanc, Dick Smith)
- Bester Film (Saul Zaentz)
- Bestes Drehbuch nach einer Vorlage (Peter Shaffer)
- Bester Ton (Mark Berger, Tom Scott, Todd Boekelheide, Chris Newman)

RezensionBild

Für einen Film aus den frühen 80er-Jahren ist die Bildqualität dieser Blu-ray Disk ganz ordentlich gelungen, wenngleich andere Filme mit weniger Potential schon mehr beeindruckten. Der Transfer im 1080p/VC-1-Format mit dem Original-Seitenverhältnis von 2.35:1 besticht vor allem durch seine brillante Farbgebung, die der DVD aus dem Jahre 2002 um Längen voraus ist. Alle Farbsegmente weisen eine hohe Sättigung auf, doch vor allem Rot- und Grüntöne wirken enorm knackig. Größtes Manko des Bildes ist die schwankende Schärfe, die in vielen Sequenzen alles Machbare aus dem Transfer herausholt, kurz darauf aber etliche Details verschleift. Zum Teil könnte dieser Umstand DNR-Maßnahmen zu verschulden sein, denn Hintergrundrauschen oder Filmgrain ist über weite Strecken nicht zu erkennen.

Deutlich besser als bei der SD-DVD ist die Kompression, welche trotz der hohen Laufzeit von knapp drei Stunden nicht das geringste Überbleibsel der Encodierung zurück lässt. Insgesamt also eine solide Leistung, mit etwas Luft nach oben.

RezensionTon

Da sich der Film um eine der größten Musiklegenden aller Zeiten dreht, ist die Vertonung und Tonqualität dieser Präsentation natürlich eines der wichtigsten Kriterien zur Bewertung. Während man bei den Synchronisationen, so auch bei der deutschen Fassung, mit den bereits von der DVD bekannten Dolby Digital 5.1-Tonspuren vorlieb nehmen muss, wurde dem englischen Original ein fantastischer Dolby TrueHD 5.1-Track mit einer Sampling-Rate von 16bit spendiert. Das Ergebnis ist beeindruckend – genau so müssen die Meisterwerke von Mozart klingen, dynamisch, perfekt aufgelöst und völlig rein. Die Musikalität dieses Tracks steht weit über vielen Konzertmitschnitten und anderen Musikfilmen. Egal ob Operette, Gesang, Kammermusik oder Symphonie, der TrueHD-Track trifft immer genau ins Schwarze und verdient sich hier größtes Lob.

Wie man schon von der SD-DVD her weiß, sind auch die Dolby Digital-Tonspuren wirklich gut gelungen – der schieren Perfektion der englischen Tonspur haben sie jedoch in keiner Weise etwas entgegenzusetzen. Zwar klingen sie auch sehr dynamisch und agil, dennoch fehlt es ihnen im direkten Vergleich deutlich an Auflösung im hochfrequenten Bereich. Die Dialoge werden in allen Sprachvarianten homogen wiedergeben, doch wen interessieren hier die Dialoge – Mozarts Musik ist der wahre Höhepunkt des Films.

Zitat

Exzerpt aus der Review von Louis Anschel:
\"Amadeus\" ist der einzige Film, den ich mit Stanley Kubricks \"Barry Lyndon\" vergleichen möchte, auch wenn man beide Filme eigentlich nicht miteinander vergleichen kann. Aber ebenso wie in \"Barry Lyndon\", so ist auch in \"Amadeus\" jede Einstellung ein Gemälde. Am liebsten würde man bei einer neuen Szene die Pausentaste betätigen, um die Eindrücke in Ruhe genießen zu können. Die Ausstattung ist ein einziges Gedicht. Selbst nach knapp drei Stunden hat man sich an den prächtigen Räumen, den Kostümen und Perücken nicht satt gesehen. Das gleiche gilt für die Außenaufnahmen. Der überwiegende Teil des Films entstand in der Altstadt von Prag und man zweifelt keine Sekunde, dass hier das beschauliche Wien des 18. Jahrhunderts gezeigt wird.

Aber \"Amadeus\" ist weit mehr als ein Kostümfilm. Er ist auch gleichzeitig ein Musikfilm. Hier wird einem auf sehr geschickte Weise das (dramatisierte) Leben und vor allem das Werk Mozarts näher gebracht. Die dritte Hauptrolle in diesem Film spielt die Musik. Nicht zuletzt sind die Ausschnitte aus den Opern, die Mozart in Wien aufführte, die absoluten Highlights dieses Films. Von \"Die Entführung aus dem Serail\" bis zu \"Die Zauberflöte\" ist alles vertreten - wenn auch kurz - und lässt sogar Opern- bzw. Klassikhasser auf ihre Kosten kommen, denn sie werden nach diesem Film Mozarts Werke lieben!

Aber \"Amadeus\" ist weit davon entfernt, \"nur\" ein Kostüm- oder Musikfilm sein zu wollen. Hauptsächlich hat man es hier mit einem Drama zu tun, das sich mit den dunkelsten Abgründen des Menschen beschäftigt, die man immer wieder verdrängt. Da ist auf der einen Seite der intelligente aber nur durchschnittlich begabte Hofkomponist Salieri, der feststellen muss, dass Gott doch würfelt. Denn warum hat er, Gott, diesen infantilen Kindskopf Mozart zum Musikergenie gemacht, und nicht Salieri? Mittelmaß trifft auf Genie. Das gibt Anlass zu Hass, Eifersucht und Neid. Aber ist Salieri der Böse in diesem Film? Mit Sicherheit nicht, denn sein Schicksal ist weitaus tragischer. Immerhin verkörpert er das Mittelmaß und 99 % der Zuschauer werden sich in ihm wieder erkennen. Nie reichte sein Können an das Mozarts heran. Mozart, der schon in jungen Jahren starb, ist weitaus berühmter als Salieri. Und obwohl er Mozart um 30 Jahre überlebt hat, ist Salieri bereits zu Lebzeiten in vollständiger Vergessenheit versunken...

Es gibt Leute, die dem Film Geschichtsverfälschung vorwerfen und nichts mit Mozarts Darstellung als extrovertierten Popstar anfangen können. Natürlich hat Salieri Mozart nicht ermordet und auch sonst nicht viel mit ihm zu tun gehabt. Das Theaterstück von Peter Shaffer ist ein Drama und hierauf basiert der Film. Er will keine Dokumentation sein, und da dürfen sich Klassik-Fans bei der Darstellung Mozarts auch gerne einmal die Haare raufen. Der Film ist in diesem Sinne über jede Kritik erhaben! [...]

Die Umsetzung der Blu-ray Disk ist insgesamt sehr gut gelungen. Das Bild ist nicht gerade perfekt, hat aber definitiv seine Momente. In Sachen Sound gibt es Gutes sowie Schlechtes zu berichten – während man bei den Synchronisationen mit den alten Dolby Digital 5.1-Tonspuren abgespeist wird, wurde dem Original ein fantastischer neuer TrueHD-Track spendiert, der allen anderen Tracks um Klassen überlegen ist. Das Bonusmaterial der DVD wurde hier komplett übernommen.


Subjektive Filmwertung: 10 von 10 überragend gute Biopics

RezensionBonus

Bei den Extras hielt sich Warner an die übliche Back-Katalog-Strategie und packte lediglich die bereits bekannten Boni mit auf die Disk. So befindet sich wieder der Audiokommentar von Milos Forman und Peter Shaffer mit auf der Blu-ray, welcher sich erstaunlich stark mit der Musik und weniger mit dem Geschehen auf der Leinwand auseinandersetzt. Neben dem US-Kinotrailer hat es auch das tolle Making of „Amadeus“ wieder mit an Bord geschafft. Mit seiner Laufzeit von über einer Stunde bietet es eigentlich alles, was man als Fan des Filmes in Erfahrung bringen möchte. Dennoch hätte man sich für die Blu-ray Veröffentlichung sicherlich ein wenig mehr und vor allem Neues erhofft.

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