A LONELY PLACE TO DIE (UK, 2011) ist ein Genre-Mix aus Survival- und Entführungs-Thriller und Bergsteiger-Drama. Regisseur Julian Gilbey (auch: RISE OF THE FOOTSOLDIER, 2007) präsentiert darin neben schönen Landschaftsaufnahmen der schottischen Highlands reißende Flüsse, einige aufregende und schweißtreibende Kletterszenen und atemlose Verfolgungsjagden durch Wälder, über Berge und Abhänge, bevor er am Schluss mit seinem Spielfilm (nicht nur) eine Wendung macht und mit einer urbanen Umgebung für sein Finale aufwartet.
Der Film ist erfrischend kompromisslos in seiner Inszenierung. Er ist zwar heftig, aber eigentlich auch nicht übermäßig explizit in seiner Darstellung. Die Freigabe ab 18 dürfte auch der Brutalität und Kaltblütigkeit geschuldet sein, mit der einige Leute im Film vorgehen.
Punkten kann das Werk auch mit einer ansprechenden Besetzung, die aus Melissa George (30 DAYS OF NIGHT; TRIANGLE; ALIAS), Alec Newman (SPOOKS; LONG TIME DEAD), Ed Speleers (ERAGON), Garry Sweeney (THE ACID HOUSE), Kate Magowan (STARDUST; KIDULTHOOD), Sean Harris (PROMETHEUS; HARRY BROWN), Karel Roden (RUNNING SCARED; THE BOURNE SUPREMACY; CAT RUN), Stephen McCole (RUSHMORE; HIGH TIMES) und Eamonn Walker (LORD OF WAR; TEARS OF THE SUN) besteht.
A LONELY PLACE TO DIE ist vielleicht nicht rundum perfekt, aber es könnte auch daran liegen, dass er mit Erwartungen spielt, sie nicht einlöst und man sich auf etwas Neues einlassen muss. Der Umschwung von der Wildnis hin zur Stadt wird nicht jedem Zuschauer schmecken und zusagen, aber man kann ja nicht alles haben.
Das Werk ist aber ein durchaus spannendes Spektakel, welches nur in der geteilten Dramaturgie am Schluss etwas von seinem \"Drive\" und seinem Erzähltempo verliert. Was bleibt, ist immer noch ein sehenswertes Stück Film.