Führt Luc Besson selbst Regie, etwa wie bei DAS FÜNFTE ELEMENT, so ist das Sounderlebnis perfekt ? sobald aber einer seiner Schüler auf dem Regiestuhl Platz nimmt - wie hier etwa Pierre Morel, sind die Vertonungen nicht mehr ganz so exquisit. Möglicherweise übt Besson als Produzent zu wenig Einfluss auf den Ton aus?!
Wie bei 96 HOURS, ebenfalls inszeniert von Pierre Morel, ist auch dieser Soundtrack angefüllt von vielen Toneffekten, die vor brachialer Bassgewalt und Dynamik nur so strotzen. Grundsätzlich sind diese auch räumlich angelegt, doch irgendwie fehlt es immer an Präzision und Differenzierung ? ?Hauptsache laut und tief? scheint hier das Motto! Noch weniger filigran geht es bei den Hintergrundgeräuschen zu, die überwiegend aus den Frontlautsprechern erklingen, obwohl sich hier oft genug auch ein 360°-Sound bildlogisch ergeben müsste. Score und Musik sind ebenfalls basslastig und sehr dynamisch angelegt und streifen die Rears zumindest zeitweilig. Die Stimmen erklingen klar und sauber aus dem Center. Klanglich fehlt es dem Gesamtsound etwas an Höhen, dafür gibt es umso mehr Tiefenbass.
Ähnlich wie der Film, der etwas oberflächliche, überwiegend brutale Action und knackige Oneliner bietet, ist auch der Ton eher von der ?oberflächlichen?, simplen Sorte. Das macht Actionfans und Subwooferfreunden sicherlich Spaß, fordert aber ein ausgewachsenes 5.1-System zu wenig!