CITY OF EMBER basiert auf einem Jugendbuch der Autorin Jeanne Duprau, dass in Deutschland unter dem Titel ?Lauf gegen die Dunkelheit? veröffentlicht wurde. Walden Media machte daraus eine bildgewaltige Produktion, die satte 55 Mio. US-Dollar verschlang. Was der Zuschauer dafür zu sehen bekommt, ist ein rasanter SciFi-Action-Mix mit dramatischem Einschlag und angehauchter Öko-Botschaft. Optisch und erzählerisch erinnert der Film an Werke wie DAS FÜNFTE ELEMENT, DARK CITY oder DIE BRÜCKE NACH TERABITHIA und bietet eine Fülle toller Details und Sets, die allesamt komplett in den Filmstudios von Belfast turmhoch errichtet wurden. Hier wurde nämlich nicht wie so oft rein vor dem Green Screen gearbeitet, sondern um den Realismus auch für die Darsteller zu erhöhen, der größte Teil der Sets 1:1 ?zum Anfassen und Betreten? aufgebaut und nur am Computer verfeinert bzw. veredelt. Einige wenige Set-Teile wurden aber auch komplett per CGI eingefügt. Die Story selbst ist für Jung und Alt geeignet, ist aber von einer Art kindlicher Naivität, die sie dem jungen Publikum wohl noch eher zugänglich macht. Die Älteren dürften aber ob der Detailverliebtheit ebenfalls auf ihre Kosten kommen. Darstellerisch bieten nicht nur die namhaften Schauspieler wie Bill Murray oder Tim Robbins eine gute Performance, sondern auch die erst 13-jährige Saoirse Ronan und ihr drei Jahre älterer Kollege Harry Treadaway machen ihren Job tadellos.
Wer sich mal wieder einen richtig gut erzählten Film mit tollen Sets und Darstellern und einer etwas futuristisch-endzeitlichen Stimmung ansehen möchte ist beim zu Unrecht gefloppten CITY OF EMBER hervorragend aufgehoben. Das Vorhaben unterstützt auch die weitestgehend mangelfreie Blu-ray-Umsetzung, die in der technischen Qualität zu punkten versteht. Bild und Ton wissen zu gefallen und unterstützen die erzählerische Atmosphäre perfekt. Nur die Extras sind für eine multinationale und multimillionenschwere Produktion etwas dünn geraten, wenngleich sie einen gewissen Informationsgehalt bieten.