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Die letzte Spur. Goldmanns Taschenbücher, Band 46458

Roman. Originalausgabe

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Artikeldetails zu Die letzte Spur. Goldmanns Taschenbücher,...

AutorCharlotte Link

Untertitel Roman. Originalausgabe

Abbildungsvermerk 19 cm

  • bol.ch-Verkaufsrang1.854
  • ISBN-103-442-46458-7
  • ISBN-139783442464586
  • Verlag Goldmann Taschenbuch
  • ReiheGoldmanns Taschenbücher
  • EinbandartTaschenbuch
  • Seiten636
  • Veröffentlicht08.03.2008
  • GenreRoman
  • Gewicht520g
  • SpracheDeutsch

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Leseprobe aus Die letzte Spur. Goldmanns Taschenbücher,...

November 2002


Es würde schneien an diesem Wochenende. Das hatten die Meteorologen prophezeit, und es sah aus, als könnten sie recht behalten: Es war eisig kalt an diesem Novembernachmittag. Ein scharfer Wind blies aus Nordost. Wer aus dem Haus musste, dem tränten rasch die Augen und die Haut brannte. Die frühe winterliche Dunkelheit brach bereits herein. Den ganzen Tag war es nicht richtig hell geworden, und nun schien die Dämmerung schon wieder in den Abend überzugehen.
Die junge Frau sah erbärmlich aus. Verfroren, bleich, mit roten Flecken auf den Wangen. Sie hielt beide Arme um ihren Körper geschlungen, als könnte sie der gnadenlosen Kälte, die draußen herrschte, auch hier drinnen nicht entkommen. Dabei war der Keller des gerichtsmedizinischen Institutes gut geheizt. Jedenfalls der kleine Vorraum, in den Inspector Fiedler und seine Mitarbeiterin, Sergeant Christy McMarrow, die Besucherin geleitet hatten, nachdem diese die unbekannte Tote aus dem Epping Forest identifiziert hatte.
Sie hatte nur einen einzigen, kurzen Blick auf das wächserne Gesicht geworfen, sich dann rasch abgewandt und hörbar mit einem Würgen in der Kehle zu kämpfen gehabt. Dabei hatte sie nicht einmal den übel zugerichteten Körper gesehen.
Der so hatte Fiedler gedacht, hätte sie wahrscheinlich in Ohnmacht fallen lassen.
Es hatte ein paar Augenblicke gedauert, bis sie hatte sprechen können.
»Das ist sie. Das ist Jane. Jane French.«
Im Vorraum bat sie um eine Zigarette. Fiedler gab ihr Feuer. Ihre Hände zitterten heftig, aber das lag nicht nur an der belastenden Situation. Die Frau war drogensüchtig, das hatte er auf den ersten Blick erkannt. Prostituierte, wie ihre Kleidung verriet. Ihr Rock war so kurz, dass es nicht viel geändert hätte, wenn sie ihn überhaupt nicht getragen hätte. Hauchdünne schwarze Strümpfe, nicht im Mindesten geeignet, sie vor der Kälte zu schützen. Hochhackige Stiefel, eine blousonähnliche Jacke aus einem metallisch glänzenden Stoff, weit geöffnet, um
möglichst viel von ihren üppigen, gutgeformten Brüsten zur Geltung zu bringen. Sie war jung, Anfang zwanzig, schätzte Fiedler.
»Also, Miss Kearns«, sagte er, bemüht, besonders sachlich und kühl zu erscheinen, um auch ihr Gelegenheit zu geben, sich zu fassen, »Sie sind völlig sicher, dass es sich bei der Toten um eine ... Jane French handelt?«
Lil Kearns zog heftig an ihrer Zigarette und nickte. »Absolut. Das ist sie. Hab sie sofort erkannt. Sieht schon . na ja, verändert aus, aber klar, sie ist es!«
»Sie muss fast eine Woche im Wald gelegen haben, ehe sie gefunden wurde. Das heißt, sie wurde um den zehnten November herum ermordet.«
»Ermordet ... ist das sicher?«
»Leider ja. Die Art ihrer Verletzungen, die Tatsache, dass sie gefesselt war, als sie gefunden wurde, lässt keinen anderen Schluss zu.«
»Schöne Scheisse«, sagte Lil.
Sie hatte sich am Morgen dieses Tages gemeldet, nachdem die Polizei es schon fast aufgegeben hatte, noch irgendeinen Hinweis auf die Identität der Toten aus dem Epping Forest zu bekommen. Man tappte seit fast vierzehn Tagen völlig im Dunkeln. Spaziergänger hatten die Frau gefunden, und die Art ihrer Verletzungen, die Grausamkeit, die sich in der Gewalttätigkeit offenbarte, mit der sie gequält und umgebracht worden war, hatte selbst hart gesottenen Beamten erst einmal die Sprache verschlagen.
»Das war ein Psychopath«, hatte irgendjemand schließlich gesagt, und alle hatten genickt. Die junge Frau musste einem völlig durchgeknallten Typen in die Hände gefallen sein.
Ihre Kleidung - oder vielmehr: was von ihrer Kleidung noch übrig war - hatte sie als Prostituierte ausgewiesen, so dass die Vermutung nahe lag, dass sie zu dem falschen Freier ins Auto gestiegen war. Leider kamen solche Fälle nicht allzu selten vor, auch wenn sie dann nicht mit einer solch beispiellosen Brutalität einhergingen. Aber es liefen jede Menge Perverse herum, und nirgendwo konnten sie sich so bequem bedienen wie auf dem Straßenstrich. Nicht jedem sah man es an, dass er falsch tickte. Inspector Fiedler hatte Triebtäter erlebt, die ein Aussehen und Auftreten hatten, dass jede Mutter sie sich als Schwiegersohn gewünscht hätte.
Die Tote hatte keine Papiere bei sich gehabt, und sie passte auch zu keiner der vorliegenden Vermisstenmeldungen. Man hatte ihr Bild in den Zeitungen veröffentlicht, aber auch darauf hatte es zunächst keine Reaktion gegeben. Bis Lil Kearns aufgekreuzt war und behauptet hatte, ihre ehemalige Zimmergenossin erkannt zu haben.
»Die ist seit Anfang März verschwunden! Ohne ein Wort zu sagen. Kam plötzlich nicht mehr wieder. Und jetzt sehe ich sie auf einmal in der Zeitung!«
Fiedler hatte wissen wollen, weshalb Miss Kearns das Verschwinden ihrer Freundin nicht angezeigt habe, doch er hatte nur ein Schulterzucken als Antwort bekommen. Er konnte sich den Grund denken: Lil Kearns war auf einen näheren Umgang mit der Polizei alles andere als erpicht. Als Drogenabhängige war sie vermutlich in kriminelle Aktivitäten verstrickt, oder sie kannte zumindest genügend Leute, die sich in der Verbrecherszene bewegten. Sie hatte keine Lust, plötzlich selbst in irgendeinem Schlamassel zu stecken.
Obwohl sie behauptete, das Bild ihrer Freundin erst jetzt in einer alten Zeitung entdeckt zu haben, vermutete Inspector Fiedler, dass sie schon über einen längeren Zeitraum hinweg Kenntnis davon gehabt hatte. Sie hatte einigen Anlauf gebraucht, den Weg zu einem Polizeirevier zu wagen. Immerhin aber, sie hatte es getan. Er hatte kein Interesse daran, ihr an den Karren zu fahren. Ihm ging es lediglich um Informationen zur Person des Opfers.
Leider wusste Lil nicht viel zu sagen. Während sie in dem kleinen Zimmer der Gerichtsmedizin stand, an ihrer Zigarette zog und nervös auf ihren halsbrecherisch hohen Absätzen wippte, zählte sie auf, was sie wusste.
»Jane French. Stammt aus Manchester. Ich glaube, nur ihre Mutter lebt noch. Ist vor drei Jahren nach London gekommen. Wollte Karriere machen!« Sie betonte das Wort Karriere in einer Art, dass es fast obszön klang. »Na ja, unter uns, in Wahrheit wollte sie einen netten Typen kennen lernen. Irgendeinen Kerl, der sie heiratet und ihr ein besseres Leben bietet als das, was sie hatte. Sie hat mal diesen Job, mal jenen gemacht . keine Ahnung, was genau. Schließlich stellte sie sich an den Straßenrand. Hatte nichts mehr zu beißen und kein Dach über dem Kopf. Ich hab sie noch angemotzt. Weil es mein Revier war.«
»Wann war das?«, hakte Christy McMarrow ein.
»Vor'm Jahr etwa. Hatte dann Mitleid. Sie durfte bei mir einziehen. Wir sind zusammen anschaffen gegangen.«
»Für wen?«
Lil blitzte Christy an. »Für niemanden! Ich liefere nicht mein Geld bei irgendeinem miesen Zuhälter ab! Jane und ich waren unabhängig.«
»Und im darauf folgenden März verschwand sie?«
»Ja. Tauchte plötzlich nicht mehr auf. Ich komme nachts zurück, sie ist nicht da. Nicht ungewöhnlich. Aber, na ja, sie kam dann eben nie mehr wieder!« Sie warf die Zigarettenkippe auf den Linoleumboden, trat sie aus. »Aber seit März ist sie nicht tot, oder?«
»Nein«, sagte Fiedler, »wie gesagt, nicht länger als inzwischen drei Wochen.«
»Komisch. Wo war sie denn in der Zeit dazwischen?«
Das hätte Inspector Fiedler auch gern gewusst, aber es sah nicht so aus, als könne Lil Kearns ihnen in dieser Frage weiterhelfen.
»Kennen Sie Freunde von ihr? Bekannte? Irgendjemanden, mit dem sie Kontakt hatte?«
»Nein. Da gab's, glaube ich, auch niemanden. Obwohl... einmal hab ich gedach...« Sie sprach nicht weiter.
»Ja?«, hakte Inspector Fiedler nach.
»Das war im Januar ungefähr. Da hab ich sie mal gefragt, ob sie jemanden kennen gelernt hat. Näher. Weil sie auf einmal besser angezogen war.«
»Was genau heißt besser angezogen?«
»Na ja, schon noch ...«, sie grinste, »schon noch Berufskleidung. Sie wissen schon. So wie ich. Aber irgendwie . bessere Qualität. Teurer. Als ob sie plötzlich einfach mehr Kohle gehabt hätte.«
»Und sie gab Ihrer Ansicht nach dabei nicht das Geld aus, das sie selbst verdiente?«
»Nee. Ich kriegte ja mit, was sie verdiente. Das reichte im Grunde vorn und hinten nicht.«
»Sie meinen, Sie hatte einen Freund, der ihr Geschenke machte?«
»Hab ich vermutet, ja. Aber sie stritt das ab. Ich hab auch nicht groß weiter gefragt. War mir letztlich egal.« Fiedler seufzte. Sie waren insofern weitergekommen, als die Tote nun einen Namen, eine Identität hatte. Leider aber schien der Fall an dieser Stelle zu stagnieren. Lil Kearns führte selbst einen so erbarmungslosen Überlebenskampf, dass sie auf ihre Zimmergenossin nur sehr am Rande hatte achten können. Sie steckte längst in einer Situation, in der ihr andere Menschen egal waren, es sei denn, sie finanzierten ihr den nächsten Schuss.
»Sie haben uns sehr geholfen, Miss Kearns«, sagte er dennoch, »vielen Dank, dass Sie gekommen sind.«
»Ja, klar... ich meine... mir tut das total leid mit Jane. Echt blöd gelaufen!« Sie strich sich die Haare aus der Stirn, auf der noch immer Schweiß glänzte. Es ging ihr gar nicht gut, seitdem sie die Leiche hatte ansehen müssen.
Inspector Fiedler kramte seinen Autoschlüssel aus der Tasche. »Kommen Sie«, sagte er, »ich fahre Sie nach Hause.«
»Ehrlich? Das ist total nett!«, sagte Lil dankbar.
Er würde dabei das Zimmer in Augenschein nehmen können, in dem Jane French bis zu ihrem Verschwinden gelebt hatte. Leider hatte er bereits die Ahnung, dass ihn auch das nicht weiterbringen würde.
Er verfügte über viele Jahre Berufserfahrung, und er hätte fast gewettet, dass er den Fall Jane French zu seinen Niederlagen würde rechnen müssen. Die junge Frau hatte in einem schwierigen sozialen Umfeld gelebt, das machte die Sache so kompliziert.
Zeugen für die Tat schien es ebenfalls nicht zu geben.
Und sollte doch irgendjemand Näheres zum grausamen Tod der jungen Jane French aussagen können, so bewegte sich diese Person aller Wahrscheinlichkeit nach in derselben Szene, in der Jane beheimatet gewesen war. Mit Informationen an die Polizei war man in diesem Umfeld äußerst vorsichtig. Um nicht selbst wegen irgendwelcher kriminellen Machenschaften aufzufliegen, aber auch aus Angst vor Vergeltung.
Höchst unwahrscheinlich also, dass sich ein möglicher Zeuge melden würde.
Inspector Fiedler hasste es, sich diesen Gedanken einzugestehen, aber es sah ganz danach aus, als werde der Mörder von Jane French ungestraft davonkommen.


Freitag, 10. Januar 2003


Hätte sie die Frühmaschine von Heathrow nach Malaga genommen, wäre sie jetzt längst am Ziel. In Gibraltar. Vermutlich war das Wetter in der britischen Enklave am südlichsten Zipfel der iberischen Halbinsel wesentlich besser als in London, wo sich der Nebel seit den Morgenstunden nicht verzogen hatte, ja sogar immer dichter geworden war. Jetzt, verstärkt durch die frühe winterliche Dunkelheit, versank die Stadt in einer Art undurchdringlicher, feuchter Masse, die alle Lichter und sogar Geräusche und Bewegungen zu schlucken schien.
Während in Gibraltar die Sonne als roter Feuerball von einem pastelligen Himmel in ein dunkelblaues Meer gefallen war, und nun erste Sterne aufzublitzen begannen. Wahrscheinlich. Und wenn nicht, so wäre das auch egal: Hauptsache, sie wäre jetzt dort.
Ohne Geoffs tränenreichen Zusammenbruch am Vorabend wäre sie bei ihrem Plan geblieben, die Maschine am Vormittag zu nehmen. Sie hätte sehr früh aufstehen müssen, um rechtzeitig in London zu sein, und das hätte bedeutet, dass die für die nächsten drei Tage angeheuerte Krankenschwester bereits das Frühstück für Geoff hätte zubereiten müssen. Aber alles war abgesprochen gewesen. Die resolute Pflegerin hatte zugesagt, pünktlich zu sein.
»Machen Sie sich mal keine Sorgen, Miss Dawson! Reisen Sie in aller Ruhe ab. Wir werden das Kind schon schaukeln.«
Später wusste sie, dass sie die ganze Zeit über insgeheim schon auf einen Zusammenbruch Geoffs gewartet hatte. Er hatte ihre Ankündigung, für drei Tage nach Gibraltar zu reisen, allzu ruhig aufgenommen. Er war nicht erfreut gewesen, aber er war auf eine ziemlich erwachsene Art damit umgegangen.
»Es tut dir gut, mal rauszukommen, Elaine. Klar bin ich nicht glücklich. Aber du tust so viel für mich, da will ich nicht egoistisch sein. Du brauchst mal ein bisschen Abstand!«
»Ich verstehe ja selber nicht, weshalb Rosanna mich eingeladen hat. Eigentlich hatten wir ja nie viel miteinander zu tun. Ich meine, ich bin nicht direkt eine Freundin von ihr ...«
An dieser Stelle hatte Geoff durchblicken lassen, dass er ihre Reise nach Gibraltar im Grunde auch für völlig überflüssig hielt.
»Du musst wissen, was du tust, Elaine. Ich denke, es ist ein Almosen von Rosanna. Wahrscheinlich hat ihre Mutter sie dazu überredet. Die war doch schon immer so sozial angehaucht. Wir müssen der armen, lieben Elaine mal etwas Gutes tun ... Und schließlich hat sich Rosanna seufzend bereit erklärt... Na ja ...« Er schwieg vielsagend. Unausgesprochen standen die Worte im Raum: Wenn dir das trotzdem Spaß macht ...
Spaß vielleicht nicht, dachte sie jetzt, während sie verzweifelt die blinkende Schalttafel anstarrte, die ihr signalisierte, dass ihr Flug nach Spanien gestrichen war, so wie alle anderen Flüge auch, die Heathrow an diesem späten Januarnachmittag hätten verlassen sollen, aber es erschien mir wie eine Möglichkeit. Eine Möglichkeit, dass sich . irgendetwas ändert. Es hätte eine Chance sein können, die mir das Schicksal schenkt.
An allen Schaltern drängten sich aufgeregte Menschen, Reisende, die wissen wollten, wie es nun weitergehen würde. Überfordertes Flughafenpersonal versuchte, die Ruhe zu bewahren und Auskunft zu geben. Im Grunde stand aber nur eines klar und unveränderlich fest: An diesem Abend würden von Heathrow keine Flüge mehr starten.
Es gelang ihr, eine Angestellte von British Airways anzusprechen.
»Entschuldigen Sie bitte ... ich muss unbedingt heute Abend noch nach Malaga fliegen!«
Die andere lächelte, professionell und unbeteiligt. »Es tut mir leid. Wir können nichts gegen den Nebel unternehmen. Es wäre einfach zu gefährlich.«
»Ja aber .« Sie konnte es einfach nicht fassen. Einmal, ein einziges Mal in ihrem verdammten dreiundzwanzigjährigen Leben verließ sie das Dorf, in dem sie geboren und aufgewachsen war, und schickte sich an, eine Reise anzutreten, versuchte, sich aus der tödlichen Routine und Eintönigkeit ihres Alltags zu befreien, und dann scheiterte sie am Londoner Nebel. Sie merkte, dass Tränen in ihr aufstiegen, und mühte sich panisch, sie zurückzuhalten. »Ich wollte eigentlich schon heute Morgen fliegen«, erklärte sie unsinnigerweise, »aber ich hatte umgebucht ...«
»Das ist schade«, meinte die Angestellte, »bis heute Mittag ging noch alles klar.«
Geoff war am Vorabend völlig unvermittelt zusammengebrochen. Beim Abendessen hatte er plötzlich seinen Löffel sinken lassen. Schon vorher hatte er in allen Speisen nur lustlos gestochert, aber das tat er auch sonst oft. Nun rannen auf einmal Tränen über seine Wangen.
»Es tut mir leid«, schluchzte er, »es tut mir leid!«
»Ach, Geoff! Geoff, nicht weinen! Ist es wegen mir? Weil ich ... weil ich nach Gibraltar reise?«
Eine rein rhetorische Frage. Sie wusste, dass es wegen Gibraltar war. Seltsamerweise hatte sich im darauf folgenden Gespräch alles um den Zeitpunkt ihrer Abreise gedreht, nicht um die Reise selbst.
»Wenn du wenigstens noch zum Frühstück da wärst!
Dass du so früh weg musst . dass ich dann so bald schon dieser Fremden ausgeliefert bin ...«
»Vielleicht«, hatte sie halbherzig angeboten, »geht noch ein späterer Flug. Die Hochzeit ist ja erst am Samstag .«
Er war sofort darauf angesprungen. »Das würdest du tun? Das würdest du wirklich tun? Am Nachmittag fliegen? Mein Gott, Elaine, das würde einfach alles viel leichter für mich machen!«
Wieso eigentlich? Die paar Stunden? Das Frühstück? Aber sie hatte sich in all den Jahren an derartige Verhaltensweisen bei Geoff gewöhnt. Irrational. Unverständlich. Nicht nachvollziehbar. Aber so war er eben. So würde er immer sein.
»Was soll ich denn nun machen?«, fragte sie ratlos. »Glauben Sie, dass andere Flughäfen... Gatwick? Stansted? Glauben Sie, dort gehen Flüge?«
Die Angestellte von British Airways schüttelte den Kopf. »Die haben mit demselben Problem zu kämpfen wie wir.«
»Ja, aber .«
»Wohnen Sie in London?«, fragte die andere.
»Nein. Ich wohne in Kingston St. Mary.« Glaube ich ernsthaft, irgendjemand kennt das Kaff?, fragte sie sich. »In Somerset«, setzte sie hastig hinzu. »Es ist leider nicht allzu nah.«
Und verkehrstechnisch eine Katastrophe, wollte sie weiter erklären, hätte sie nicht gemerkt, dass ihr Gegenüber schon sein Lächeln verloren hatte und zwischen Entnervtheit und Gereiztheit schwankte. »Ich glaube, da komme ich heute Abend nicht mehr hin.«
»Dann würde ich mir rasch ein Hotel suchen. Hier in Heathrow sind heute Abend so viele Menschen gestrandet, da wird im Umkreis sehr schnell nichts mehr zu haben sein. Oder Sie sichern sich einen Platz in einer der Wartehallen und verbringen die Nacht dort. Essen und Getränke kann man sich hier ja überall besorgen.«
»Denken Sie, dass ich morgen früh fliegen kann?«
Schon im Weiterlaufen, zuckte die andere mit den Schultern. »Das kann Ihnen niemand garantieren. Aber es ist möglich!«
Eine Frau, die das Gespräch mitangehört hatte, schimpfte los. »Unmöglich! Keiner hilft einem hier weiter! Keine Ahnung, wohin ich jetzt gehen soll! Die müssten doch irgendetwas unternehmen!«
Elaine sah sich in der Abfertigungshalle um. Ein solches Gewimmel von Menschen hatte sie noch nie gesehen. Wer sollte da irgendetwas unternehmen? Die Angestellte hatte ihr vermutlich den einzigen Rat gegeben, der realistisch war: Sie musste sich einen halbwegs bequemen Platz für die Nacht suchen.
Schon wieder wollten ihr die Tränen kommen. Minutenlang blieb sie mit hängenden Armen inmitten des Chaos stehen, unfähig, sich zu rühren, unfähig, einen vernünftigen Plan zu fassen. Das Stimmengewirr der Menschen schwoll an zu einem Orkan. Lautsprecheransagen übertönten den Lärm. Vorbeihastende Reisende rempelten sie an. Sie vermochte nicht zu reagieren. Sie stand nur da, in ihrem abgetragenen braunen Wintermantel, der schon nicht elegant gewesen war, als sie ihn vor vier Jahren gekauft hatte, und der jetzt wie ein Sack aussah, den sie sich um die Schultern gehängt hatte. Neben ihr stand ihr Koffer. In der einen Hand hielt sie ihre Plastikhandtasche, eine Designerimitation, die bei Woolworth zehn Pfund gekostet hatte. Mit der anderen Hand umklammerte sie ihren Pass, der in ihrer Manteltasche steckte. Bereit zum Vorzeigen. Was sich offensichtlich für heute erledigt hatte.

Rezensionen der Redaktion zu Die letzte Spur. Goldmanns Taschenbücher,...

"Suspense vom Allerfeinsten!" TV Media

Kurzbeschreibung zu Die letzte Spur. Goldmanns Taschenbücher,...

Fesselnd, abgründig, raffiniert - der sehnsüchtig erwartete neue Spannungsroman von Charlotte Link


Elaine Dawson ist vom Pech verfolgt. Als sie nach Gibraltar zur Hochzeit einer Freundin reisen will, werden sämtliche Flüge in Heathrow wegen Nebels gestrichen. Anstatt in der Abflughalle zu warten, nimmt sie das Angebot eines Fremden an, in seiner Wohnung zu übernachten - und wird von diesem Moment an nie wieder gesehen. Fünf Jahre später rollt die Journalistin Rosanna Hamilton den Fall neu auf. Plötzlich gibt es Hinweise, dass Elaine noch lebt. Doch als Rosanna diesen Spuren folgt, ahnt sie nicht, dass sie selbst bald in Lebensgefahr schweben wird ...


Beschreibung der Redaktion zu Die letzte Spur. Goldmanns Taschenbücher,...

Fesselnd, abgründig, raffiniert ? der sehnsüchtig erwartete neue Spannungsroman von Charlotte Link Elaine Dawson ist vom Pech verfolgt. Als sie nach Gibraltar zur Hochzeit einer Freundin reisen will, werden sämtliche Flüge in Heathrow wegen Nebels gestrichen. Anstatt in der Abflughalle zu warten, nimmt sie das Angebot eines Fremden an, in seiner Wohnung zu übernachten ? und wird von diesem Moment an nie wieder gesehen. Fünf Jahre später rollt die Journalistin Rosanna Hamilton den Fall neu auf. Plötzlich gibt es Hinweise, dass Elaine noch lebt. Doch als Rosanna diesen Spuren folgt, ahnt sie nicht, dass sie selbst bald in Lebensgefahr schweben wird ... »Eine der ganz großen Erzählerinnen der Gegenwart.« Journal für die Frau »Charlotte Link schreibt so gut und so britisch, dass selbst ihre englische Kollegin Minette Walters vor Neid erblassen würde!« SWR »Das können nur wenige: fast alles. Aber was Unterhaltungsliteratur angeht, ist Charlotte Link so eine. Sie kann historische Schmökerschinken. Und Gesellschaftsromane. Und ziemlich schlaue Thriller bringt sie auch zustande.« Stern

Autorenportrait zu Die letzte Spur. Goldmanns Taschenbücher,...

Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre psychologischen Spannungsromane sind internationale Bestseller, auch Der Beobachter eroberte wieder auf Anhieb den Spitzenplatz der SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 20 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Verfilmungen werden im Fernsehen mit enorm hohen Einschaltquoten ausgestrahlt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Portrait

Charlotte Link:
Charlotte Link ist eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen der Gegenwart. Sie wurde 1963 in Frankfurt am Main als Tochter der Autorin Almuth Link geboren. Bereits mit 16 Jahren schrieb Charlotte Link ihr Debütwerk "Die schöne Helena", noch bevor sie ihr Abitur in Usingen absolvierte. Neben Spannungsromanen schrieb sie auch Gesellschaftsromane in englischer Erzähltradition. Viele ihrer Romane wurden verfilmt, wie die Werke "Sturmzeit", "Wilde Lupinen" oder "Die Stunde der Erben". Den Deutschen Bücherpreis in der Kategorie Belletristik erhielt Charlotte Link 2004 für ihren Roman "Am Ende des Schweigens".Allein in Deutschland wurden bislang über 9 Millionen ihrer Bücher verkauft, sie sind in zahlreichen Sprachen übersetzt. Die aktive Tierschützerin engagiert sich bei der PETA für Straßenhunde in der Türkei und Spanien. Momentan lebt Charlotte Link mit ihrem Lebensgefährten und ihren Hunden in Wiesbaden.

Meinung der Redaktion Charlotte Link hat das Schreibtalent im Blut! An der Vielzahl ihrer Romane sieht man, wie produktiv sie ist und wie unterschiedlich sie schreiben kann. Und egal in welchem Genre, ob Krimi oder Gesellschaftsromane, die Bücher von Charlotte Link sind mitreißend und spannend.

Autorenportrait

Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre psychologischen Spannungsromane sind internationale Bestseller, auch Der Beobachter eroberte wieder auf Anhieb den Spitzenplatz der SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 20 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Verfilmungen werden im Fernsehen mit enorm hohen Einschaltquoten ausgestrahlt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Autorenportrait

Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre psychologischen Spannungsromane sind internationale Bestseller, auch Der Beobachter eroberte wieder auf Anhieb den Spitzenplatz der SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 20 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Verfilmungen werden im Fernsehen mit enorm hohen Einschaltquoten ausgestrahlt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Autorenportrait

Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre psychologischen Spannungsromane sind internationale Bestseller, auch Der Beobachter eroberte wieder auf Anhieb den Spitzenplatz der SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 20 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Verfilmungen werden im Fernsehen mit enorm hohen Einschaltquoten ausgestrahlt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

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12

50

23.06.2010

„Spannung pur!”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Wennigsen (Deister)
Dieses Buch ist aus meiner Sicht das Beste von Charlotte Link. Sie spielt mit den Ängsten der Menschen. Ich habe dieses Buch innerhalb von 2 Tagen gelesen. Wirklich genial!

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30

23.04.2010

„Gut, aber etwas zu langatmig”

von einer Kundin oder einem Kunden
Prinzipiell gefielen mir die Handlungsstränge, besonders im Mittelteil. Die Charaktere hat Charlotte Link meiner Ansicht nach interessant und ausführlich dargestellt. Insofern kann man dieses Buch sicherlich gut als Schmöker lesen. Zum Ende hin wurde mir der Roman allerdings zu langatmig und die Geschichte um die Hauptfigur Rosanna fand ich am Ende zu naiv und zu romantisch. Andere Charlotte Link Romane wie z.B. Sturmzeit finde ich gelungener.

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Diese Artikel haben mir auch gefallen: Sturmzeit. Blanvalet Taschenbücher, Band 37416 (3-442-37416-2)

40

04.04.2010

„Anspruchsvoller Krimi”

von Rebekka V. aus Leverkusen
Ich mag Bücher von Charlotte Link, da sie die Figuren sehr detailreich charakterisiert und aus einer einfachen Handlung eine verstrickte, anspruchsvolle Geschichte macht, bei der man automatisch miträtseln muss. So auch bei "Die letzte Spur". Von Anfang bis Ende unerträglich fesselnd und spannend und eine unerwartete Wendung am Ende. Toll finde ich auch, dass hierbei jeweils aus einer anderen Sicht der verschiedenen Figuren erzählt wird!

1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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50

27.03.2010

„Einmalig, fesselnd, einfach Link!”

von einer Kundin oder einem Kunden
Ein überaus spannender Titel von Ch.Link, den ich nur schwer aus der Hand legen konnte. Die Art und Weise wie sie innerhalb der Story hin und her springt baut die Spannung zusätzlich enorm aus. Dieses Markenzeichen hat sie hier wieder perfekt umgesetzt und so kann man es kaum erwarten zum Ende zu gelangen, um zu erfahren was mit Rosanna geschieht. Und wo oder was ist mit der "Freundin" Elaine passiert, als diese zu ihrer Hochzeit nach Gibralta fliegen wollte?

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50

25.10.2009

„Muss man gelesen haben...”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Hamburg
Spannung pur. Wer sowas mag, wird das Buch nicht so schnell wieder aus der Hand legen !!! Kann ich nur weiter empfehlen.

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20

15.10.2009

„Eher langweilige Erzählung”

von Tanna aus Bergisch Gladbach
Ich habe den Roman wirklich nicht als Krimi ansehen können, da er sich in Erzählungen verstrickt und aus dem spannend klingendem Klappentext eine eher langweilige Erzählung macht, bei der es schwer fällt wieder das lesen anzufangen, wenn man es einmal aus der Hand legt.

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30

03.10.2009

„Leider nur im Mittelfeld”

von Corinna aus der Nähe von Bremen Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Ich muss zugeben, dass mich das Buch "Die letzte Spur" von Charlotte Link nicht so ganz überzeugt hat.
Bisher habe ich schon einiges von ihr gelesen und auch bei diesem Buch mochte ich ihren Schreibstil. Trotzdem hatte dieses Buch einige Längen beim Lesen.

Geschrieben wurde je aus der Sicht einer anderen Person, was ich recht gut finde und auch mag. Man sieht alles aus anderen Blickwinkeln und fragt sie wie alles zusammenlaufen wird. Nur leider kam die nötige Spannung zwar auf, konnte für mich aber nicht gehalten werden.

"Die letzte Spur" wäre eher im Mittelfeld der Charlotte Link-Bücher anzusehen (für mich zumindest).

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40

09.09.2009

„Die letzte Spur”

von einer Kundin oder einem Kunden
"Es ist ein Buch was von Anfang an spannend ist.
Es beinhaltet keine langweiligen Beschreibungen.
In die vorkommenden Personen
kann man sich sehr gut eindenken und mitfühlen.
Der Schluss ist nicht gleich absehbar, aber realistisch.
Ein Buch was einen fesselt, bis zum Schluss.
Ich würde dieses Buch jedem, der Romane mag, weiterempfehlen."

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40

25.06.2009

„Gutes Buch”

von Nadine aus Pinneberg
Ich fand die Story richtig gut geschrieben und bis auf die letzte Seite spannend und fesselnd. Ein kleiner Abzug vielleicht für die Länge, am Ende war es dann manchmal doch sehr Zäh.
Ich denke das die Szene in der Bootshütte für Rosanna eine Lebensgefahr darstellen sollte, das hab ich aber auch so empfunden.

Zusammenfassen ist das Buch wirklich empfehlenswert!!!!

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50

19.05.2009

„Einfach zu empfehlen!!!”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Arnsberg
Super spanndernder Roman, der durch eine gute Verknüpfung und plötzlichen Wendepunkten niemals langweilig wird. Ein gelungenes Buch

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

Diese Artikel haben mir auch gefallen: Das Echo der Schuld

40

10.02.2009

„Fesselnd, aber zu lang”

von rebellyell666 aus Münster
Ich muss meinen Mitrezensenten Recht geben: 400 Seiten hätten es auch locker getan.
Bei Charlotte Link vermisse ich immer, dass sie einfach nicht zum Ende kommen kann. Mir ist das bei Am Ende des Schweigens und Schattenspiel bereits aufgefallen.

Trotzdem ist sie eine sehr gute Autorin und skizziert ihre Figuren gekonnt und echt. Das Ende fand ich doch sehr fragwürdig. Aber ganz ehrlich: Warum lesen wir denn Bücher? Dann kann ich auch die Tageszeitung aufschlagen.

Ich würde Charlotte Links Bücher immer weiterempfehlen. Denn für zwischendurch und auch für eine Gänsehaut, ist sie immer gut!

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50

24.01.2009

„Ein Kriminalfall, der nicht von der Polizei gelöst wird...”

von Segler und Bücherfan Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
Charlotte Link schafft es, mehrere Handlungsstränge bei ihrem Kriminalroman die letzte Spur so spannend zu verknüpfen, dass der Leser von Anfang an gefesselt wird. Der Fall wird nicht wie bei anderen Kriminalromanen von einem Kommissar oder Polizisten verfolgt, sondern von der Freundin des Opfers, die den bereits von der Polizei aufgegebenen Fall wieder aufnimmt und sich auf die Suche nach einer Lösung macht. Manchmal glaubt man, der Fall ist kurz vor der Lösung, aber dann gibt es weitere Spuren wo Elaine Dawson verschwunden sein könnte, als sie ihr Flugzeug zur Hochzeit ihrer Freundin nicht erreicht hat. Die Frage ist immer wieder, lebt sie noch, gibt es noch Hoffnung sie zu finden? oder wurde sie doch ermordet? Charlotte Link schweift nie unnötig ab, hat eine lebendige authentische Sprache und schafft es, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu halten. Für jeden Krimi-Fan
ist der Roman eine wunderbare Bereicherung und sehr empfehlenswert.

4 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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10

07.01.2009

„Hohe Erwartung nicht erfüllt”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Hamburg
Alle haben mir immer von Charlotte Link und ihren tollen Büchern vorgeschwärmt.

Nun habe dieses Buch gelesen und muß gestehen, dass ich enttäuscht war.

Zum einen fand ich das Buch einfach mit über 600 eindeutig zu lang, man hätte die Geschichte auch um mindestens 150 bis 200 Seiten kürzer erzählen können. Aber Schriftsteller werden ja häufig nach Seitenzahl bezahlt....

Außerdem fand ich, waren es in diesem Buch zu viele Handlungstränge waren, von denen der eine oder andere offen blieb.

Und ob das Ende des Buches in der Form so sein mußte, ist für mich fraglich.

Kurzum:
Dieses Buch hat mich nicht gerade zu einem Charlotte-Link-Fan gemacht.

1 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.

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30

09.12.2008

„psychologisch raffiniert geschrieben”

von D. Weiß
In diesem Roman von Charlotte Link geht es um eine Journalistin, die hartnäckig versucht etwas über das Verschwinden ihrer Bekannten aus der Jugendzeit heraus zu bekommen. Dabei wird dieser Journalistin bewusst, wie unglücklich sie selbst mit ihrem eigenem Leben ist und nebenbei wird ein seit Jahren unaufgeklärter Serienmord aufgeklärt.
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Auf dem Einband von der 5. Auflage Ausgabe April 2008 steht, dass die Journalisten Rosanna Hamilton durch ihre Suche selbst in Lebensgefahr schweben würde – auf diesen Moment habe ich lange gewartet und es kam eigentlich nie wirklich zu einer Lebensgefahr von Rosanna Hamilton.
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Es ist psychologisch sehr raffiniert geschrieben, man wird öfters auf eine falsche Spur gelotst. Die Charaktere, Umgebungen und Empfindungen werden gekonnt und mitfühlend beschrieben. Sehr schön zu lesende aussagekräftige und eindruckvolle Sätze. Die Autorin versteht es die deutsche Sprache gekonnt anzuwenden.
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Mein

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40

05.10.2008

„fesselnd”

von Angeleye07
Habe das Buch mit in den Urlaub genommen und habe das "Strandleben" darüber vergessen. War total in die Geschichte versunken.

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40

25.08.2008

„Mittelmäßige Spannung - dürftiger Plot”

von CaWa - die Leseratte aus Hilden Top-100 Rezensent Top 100 Rezensent
"Die letzte Spur" gehört nicht zu den Highlights der Autorin, ich war etwas enttäuscht.

Das Buch ist durchaus zu empfehlen, aber wirkliche Spannung kommt nicht auf. Irgendwie waren für mich die Wendungen und Entwicklungen der Handlungsstränge sehr hervorsehbar. Der Schluss hat mich nicht überrascht ...

Die Attribute des Bucheinbandes "Fesselnd - abgründig - psychologisch raffiniert" werden leider nicht erfüllt. Schade.

Außerdem wäre hier kürzer besser gewesen - über 600 Seiten sind für die Story einfach zu viel.

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50

19.08.2008

„Fesselnd....”

von Ulrike
"Die letzte Spur" war das erste Buch, das ich von Charlotte Link gelesen habe. Ich bin einfach nur begeistert! Habe das Buch fast nicht aus den Händen legen können, weil ich permanent wissen wollte, was als nächstes passiert. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite!

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50

12.08.2008

„Schlaflose Nächte garantiert!”

von anja6670
Gehören Sie auch zu den Menschen, die für ein gutes Buch gerne mal ein bisschen Schlaf opfern? Dann ist dieser Thriller genau das Richtige für Sie! Ich bin schon immer ein großer Fan von Charlotte Link gewesen, aber mit diesem Buch hat sie sich selbst übertroffen:
Die Journalistin Rosanna Hamilton lebt mit ihrem Mann auf Gibraltar, und da sie von ihrem Eheleben eher gelangweilt ist, greift sie dankbar zu, als ihr in London eine Reportage angeboten wird, die über verschwundene Personen handeln soll. Gleich im ersten "Fall" geht es um eine ihrer ehemaligen Bekannten, Elaine, die vor 5 Jahren auf dem Weg zu Rosannas Hochzeit, spurlos verschwand. Das Schicksal ihrer Bekannten beschäftigt Rosanna noch immer, weil sie sich zum Teil dafür verantwortlich fühlt.
Bei der Recherche zu dieser Reportage, stößt sie auch auf den damals Hautverdächtigen, den Anwalt Marc Reeve. Gemeinsam begeben sich die Beiden auf Spurensuche, und schnell kommt der Verdacht auf, dass Elaine Dawson noch lebt ...
Spannung pur von der ersten bis zur letzten Seite, perfektes Verwirrspiel und am Ende die große Überraschung - dafür bleibe ich gerne wach!

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40

21.07.2008

„spannend!”

von IBO
Charlotte Links Krimis lese ich sehr gerne, da ist Spannung garantiert! Ich konnte auch dieses Buch kaum aus der Hand legen und habe mich jedesmal wieder darauf gefreut, weiterzulesen. Das Ende ist für meinen Geschmack etwas zu abrupt und nach dieser Spannung und etwas gewöhnungsbedürftig, aber nichts desto trotz ist dieses Buch gut!

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50

09.07.2008

„Genial wie immer .....”

von einer Kundin oder einem Kunden aus Neustadt i. Sa.
Das ist Charlotte Link wie ich sie liebe. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Kann gar nicht verstehen, wenn das manche langweilig finden. Ein absolutes MUSS für alle C.L.-Fans!!!!!

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