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Die zitternde Frau

Eine Geschichte meiner Nerven

buch
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Artikeldetails zu Die zitternde Frau

AutorSiri Hustvedt

Untertitel Eine Geschichte meiner Nerven

Abbildungsvermerk 2010. 21 cm

  • bol.ch-Verkaufsrang20.662
  • ISBN-103-498-03002-7
  • ISBN-139783498030025
  • Verlag Rowohlt Verlag
  • ÜbersetzerGrete Osterwald, Uli Aumüller
  • Einbandartgebunden
  • Seiten235
  • Veröffentlicht16.01.2010
  • Gewicht330g
  • SpracheDeutsch
  • OriginaltitelThe Shaking Woman

Kurzbeschreibung zu Die zitternde Frau

Dies ist die Geschichte einer mysteriösen «Störung» und derjenigen, die von ihr befallen wurde: die bekannte New Yorker Schriftstellerin Siri Hustvedt.
2003 starb ihr Vater, ein Universitätsprofessor. Fast drei Jahre später hält Hustvedt eine Gedenkrede auf ihn an seiner Alma Mater. Mitten in ihrer Ansprache befällt sie ein unkontrollierbares Zittern. Sie steht die Rede durch und wundert sich: Bühnenangst hatte sie vorher nie. Kurz darauf, bei einem Uni-Vortrag über ihre Schreibkurse für psychisch Kranke, wiederholt sich das Ereignis. Diesmal kann sie es nicht vor ihrem Publikum verbergen.
Weder die Mediziner noch die Psychiater kommen zu einer aussagekräftigeren Diagnose als «Es müssen die Nerven sein». Hustvedt stellt fest, dass es klare Gesetze von Ursache und Wirkung im komplexen Wechselspiel von Geist, Psyche und Körper nicht gibt oder dass wir sie nicht kennen. Ihre Neugier ist geweckt. Bald erweitert sie ihre Aufzeichnungen zu einer mit zahlreichen Fallgeschichten illustrierten Historie und Typologie der psychophysisch bedingten Krankheitsbilder. Sie erforscht die psychische Disposition des modernen Menschen mitsamt ihren neurobiologischen Grundlagen und setzt sie in Bezug zu dem, was uns alle beschäftigt: Woher kommen wir, wohin gehen wir, wer sind wir?
Wer ihre Romane schätzt, weiss, dass sie nicht nur eine grandiose Erzählerin ist, sondern eine kluge, hoch-gebildete Autorin, die über Sachthemen ebenso interessant und unterhaltsam zu schreiben weiss wie über ihre Romanfiguren. Dies ist ihr bislang persönlichstes Buch das bewegende Dokument einer Suche nach dem, was uns im Innersten zusammenhält.

Beschreibung der Redaktion zu Die zitternde Frau

2003 starb Siri Hustvedts Vater, ein Universitätsprofessor. Fast drei Jahre später hält die Autorin eine Gedenkrede auf ihn an seiner Alma Mater. Mitten in ihrer Ansprache befällt sie ein unkontrollierbares Zittern. Sie steht die Rede durch und wundert sich: Bühnenangst hatte sie vorher nie. Kurz darauf, bei einem Vortrag an der Universität wiederholt sich das Ereignis. Diesmal muss sie den Vortrag abbrechen. Weder die Mediziner noch die Psychiater kommen zu einer aussagekräftigeren Diagnose als: "Es müssen die Nerven sein." Hustvedt stellt fest, dass es klare Gesetze von Ursache und Wirkung im komplexen Wechselspiel von Geist, Psyche und Körper nicht gibt - oder dass wir sie nicht kennen. Ihre Neugier ist geweckt. Bald erweitert sie ihre Aufzeichnungen zu einer mit zahlreichen Fallgeschichten illustrierten Historie und Typologie der psycho-physisch bedingten Krankheitsbilder. Sie erforscht die psychische Disposition des modernen Menschen mitsamt ihren neurobiologischen Grundlagen und setzt sie in Bezug zu dem, was uns alle beschäftigt: Woher kommen wir, wohin gehen wir, wer sind wir? Hustvedt ist nicht nur eine grandiose Erzählerin, sondern eine kluge, hoch gebildete Autorin, die über Sachthemen ebenso interessant und unterhaltsam zu schreiben weiß wie über ihre Romanfiguren. Dies ist ihr bislang persönlichstes Buch - das bewegende Dokument einer Suche nach dem, was uns im Innersten zusammenhält.

Portrait

Grete Osterwald:
Grete Osterwald wurde 1947 in Bielefeld geboren und lebt als freie Übersetzerin aus dem Englischen und dem Französischen in Frankfurt am Main. Sie erhielt u. a. 2001 den Übersetzerpreis des Verlages C.H.Beck und 2007 den Wilhelm-Merton-Preis für ihr umfangreiches Gesamtwerk.
Siri Hustvedt:
Siri Hustvedt wurde am 19.02.1955 in Northfield, Minnesota, als älteste von vier Töchtern eines norwegisch-amerikanischen Professors für Skandinavistik und einer norwegischen Einwanderin geboren. Nach dem Besuch des St. Olaf College in Northfield, das sie 1977 mit B.A. in Geschichte abschloss, arbeitete sie zunächst als Kellnerin. 1978 ging sie zum Studium nach New York. 1979 erwarb sie an der Columbia University den M.A. in Anglistik. 1986 wurde sie mit einer Arbeit über Charles Dickens ("Figures of Dust. A Reading of 'Our mutual friend'") zum PhD promoviert. Im Februar 1981 lernte sie den Schriftsteller Paul Auster kennen, den sie 1983 heiratete und mit dem sie einen Stiefsohn und eine Tochter hat. Heute arbeitet Siri Hustvedt als Schriftstellerin, Essayistin und Übersetzerin aus dem Norwegischen.
Uli Aumüller:
Uli Aumüller ist Übersetzerin, Journalistin und Filmemacherin. Seit 1978 übersetzt sie Belletristik, Hörspiele, Drehbücher, Theaterstücke aus dem Französischen und Englischen, u.a. Jean-Paul Sartre, Albert Camus, Milan Kundera und Siri Hustvedt. Für ihre Übersetzungen erhielt sie den Paul-Celan-Preis und den Jane Scatcherd-Preis.

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50

14.06.2010

„Die zitternde Frau”

von einer Kundin oder einem Kunden
Als Siri Hustvedt 2006 eine Gedenkrede auf ihren 2003 verstorbenen Vater hält, befällt sie erstmals ein unkontrollierbares Zittern. Sie, die nie unter Lampenfieber gelitten hat, überlässt sich der Schulmedizin, die keine physischen Ursachen nachweisen kann. Nun analysiert sie selbst vorhandene Theorien über den Zusammenhang von Körper und Geist, beschäftigt sich mit der Geschichte der Hysterie und macht sich selbst zum Forschungsobjekt.
Ein analytisches, manchmal anstrengendes Buch und weit mehr als eine Krankengeschichte.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

05.05.2010

„Gehirn Geist Selbst”

von einer Kundin oder einem Kunden
In diesem bemerkenswerten Buch erzählt Siri Hustvedt über die "zitternde Frau". Während einer Gedenkrede zu Ehren ihres verstorbenen Vaters befällt sie ein Zittern, das vom Hals abwärts ihren gesamten Körper erfasst. Als dieses Zittern noch weitere Male auftritt, versucht sie den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Gehirn und Geist faszinieren sie schon seit langem. Ihr Wissen geht in die Tiefe, die Erforschung des Geistes ist für sie längst schon mehr als ein bloßes Hobby. Sie besucht Vorlesungen an der Uni und gibt selbst Schreibkurse in psychiatrischen Abteilungen von Krankenhäusern.

Die Suche nach der Ursache für ihr Zittern legt sie durchaus weit gefächert an. Sie liest bei Psychoanalytikern,Psychologen, Psychiatern und Neurologen nach und gewährt dabei faszinierende Einblicke in die Erforschung von Gehirn und Geist. Sie zeigt wie verschwommen die Grenzen zuweilen sein können, wie vage selbst die moderne Forschung bleiben kann und welch unglaublich weites Feld sich auftut, sobald man sich auf die Suche nach dem menschlichen "Selbst" macht.

Sie zitiert bekannte Namen wie Freud und Husserl, deren Forschungen und Arbeiten, obwohl manchmal kontrovers, noch immer großen Einfluss haben. Sie zeigt auf, wie verschieden amerikanische und europäische Denkweisen heute sind. Und vor allem vermittelt sie dem Leser ein unglaublich facettenreiches Bild über die schier endlose Bandbreite der Möglichkeiten, wie Menschen funktionieren könnten und können.

Und es ist ein zutiefst persönliches Buch. Siri Hustvedt erzählt völlig offen aus ihrem Leben. Sie lässt ihre Leser Teil ihres Lebens sein.

Ein brillant recherchiertes und erzähltes Buch, das es schafft den Leser für ein völlig neues Gebiet zu interessieren, wie zum Beispiel die Synästhesie.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

40

03.04.2010

„Was ist der Mensch?”

von einer Kundin oder einem Kunden
Eine uralte Frage - wahrscheinlich so alt wie die Menschheit!
Diesem Geheimnis „Mensch“ spürt Siri Hustvedt auf höchst professionelle Weise nach und versucht damit, ihre eigene „Geschichte meiner Nerven“ zu erhellen. Sie nimmt den Leser mit ins Abenteuer Gehirnforschung, untersucht und hinterfragt deren Thesen und möchte herausfinden, welcher Teil ihres Selbst - oder ist es „nur“ ihr Gehirn? - nicht mehr „normal“ funktioniert, seit dem ersten Zitteranfall während ihrer Gedenkrede zum Tod ihres Vaters.
Ist organisch in ihrem Gehirn etwas passiert oder "ein Defekt" in ihrer Psyche? Wie entwickeln sich Charakter und Persönlichkeit? Wann wird ein Mensch sich seiner selbst bewusst, wie „wird“ ein Selbst? Warum bin ich, wie ich bin?
Zwei aufschlussreiche Sätze aus dem Buch möchte ich zitieren:
„Ein ‚Ich‘ existiert nur im Verhältnis zum ‚Du‘.“ (S. 64)
„Die Mode des sogenannten Sozialkonstruktivismus - der Untersuchung, wie Ideen in einer Kultur gebildet werden und wie sie unser Denken formen - …“ (S. 201)
Diese beiden kurzen Zitate lassen das spannende Entwicklungspotenzial erahnen, das im enormen Beziehungsgeflecht vieler Ich-/Du-Wesen mit gegenseitigen Wechselwirkungen verborgen ist!
Als Hobby-Theologin möchte ich eine weitere Dimension - Denkrichtung und mögliche Beziehungsebene - öffnen, indem ich mich der biblischen Frage anschließe: „Was ist der Mensch, dass Du, Gott, an ihn denkst?“ (nach Psalm 8, 5)
Siri Hustvedt berichtet von wissenschaftlichen Thesen, die besagen, dass genetisch bedingte Gehirnkonstellationen religiöses Denken begünstigen…
Kann das sein?
Lesen und denken Sie selbst!

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40

18.03.2010

„Die Geschichte einer Nervenkrankheit”

von einer Kundin oder einem Kunden
Siri Hustvedt hält eine Rede zu Ehren ihres verstorbenen Vaters. Ihr Körper beginnt dabei hysterisch zu zittern. Dieses Phänomen wird sie von nun begleiten, immer wenn sie öffentlich über Ihren Vater spricht. In dem Buch "Die zitternde Frau" analysiert die bekannte amerikanische Autorin sich selbst und lässt den Leser an der psychologischen Selbstanalyse teilhaben. Hustvedt arbeitet sich tief in die Geschichte der Psychoanalyse und die Psychologie selbst ein und nimmt uns mit auf eine mutige Reise in ihr Innerstes. Den geneigten Leser erwarten Einblicke in die Fragen der Neuropsychatrie und das Befinden von Frau Hustvedt. Beeindruckend ist beides allemal. Als Roman beworben, würde ich es eher Sachbuchlesern empfehlen.

War diese Bewertung hilfreich? Ja, Nein

50

19.01.2010

„Die zitternde Frau”

von einer Kundin oder einem Kunden
Dieses Buch ist ein Abtauchen in die geheimnisvollen Welten des Geistes und des Körpers. Behutsam erforscht Siri Hustvedt das Phänomen der "zitternden Frau", welches ein Teil ihrer Selbst ist, doch dessen Ursprung sie nicht kennt. Und so dringt sie tief ein in die Theorien und Weltanschauungen zur Erforschung der menschlichen Psyche und des Körpers. Sie streift Themen der Philosophie und Psychologie bishin zur Traumdeutung, doch keinesfalls oberflächlich. Sie lässt uns staunen und begreifen, und anhand von konkreten Fallbeispielen lässt die Autorin vor allem Betroffene zu Wort kommen. Doch stets behält sie ihre eigene zitternde Frau im Blick, die ihren Ursprung hoffentlich preisgeben wird.

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